13 Abiturienten der Ricarda-Huch-Schule erreichen „sehr gut“

PRESSESPIEGEL
Aus dem Gießener Anzeiger vom 27.06.2020
Text und Bild: Barbara Czernek

Die durchschnittliche Abschlussnote dieses Abi-Jahrgangs an der „Ricarda“ betrug 2,31. Die Feierstunde wurde nun auf dem Schulhof durchgeführt.

GIESSEN – Giessen. Dort, wo die Abiturienten der Ricarda-Huch-Schule viele Stunden verbracht haben, endete auch ihre schulische Laufbahn: im Schulhof vor dem Hauptgebäude. Dort waren sorgsam die Stuhlreihen für die 113 Schüler aufgestellt, die erfolgreich die Abiturprüfungen abgelegt hatten.Den Hygienestandards geschuldet, wurde die Feier in zwei Gruppen aufgeteilt. Umrahmt wurde die Feier durch den dazugehörigen Abschlussgottesdienst. Die Eltern und Angehörigen durften der Feier jedoch nicht persönlich beiwohnen, für sie gab es eine Live-Schaltung in die Wohnzimmer. Die durchschnittliche Abschlussnote dieses Jahrgangs der Ricarda-Huch-Schule betrug 2,31. 13 Absolventen erzielten dabei sehr gute Abschlüsse, Amanda Avemann erreichte sogar die Bestnote 1,0.

In seiner Rede ging Schulleiter Peer Güßfeld auf die besonderen Umstände dieses Jahrgangs ein und zitierte als Beweis einen Spruch des griechischen Philosophen Heraklit von Ephesos mit den Worten „Nichts ist so beständig wie der Wandel“. Schließlich hätte niemand vor einem halben Jahr gedacht, dass man die Zeugnisausgabe unter freiem Himmel und mit gebührendem Abstand von 1,50 Metern begehen würde. Vieles, wie Freunde, Familie, aber auch der Abigag und die Mottowoche, würde fehlen. Und trotzdem würden sie mit der gleichen Nervosität wie alle Generationen vor ihnen dort sitzen und auf die Überreichung der Zeugnisse warten. Als kleine, bleibende Erinnerung an diese Zeit erhielt jeder Abiturient einen Mund-Nase-Schutz. Diese Maske soll alle daran erinnern, dass sie schon einmal eine Zeit der schnellen Veränderung und der Ungewissheit überstanden hätten: „Sie ist ein Zeichen für die Menschen, die im übertragenen Sinne eine Maske tragen müssen, um sich und ihre Identität zu verstecken, um nicht Opfer von Rassismus, Sexismus und Gewalt zu werden. Und dann gibt es da jene, die Masken tragen, um ihre wirklichen Ziele und Beweggründe zu verstecken. Lasst euch nicht blenden!“

Für den Elternbeirat ergriffen Anne Bommhardt-Bayer und Astrid Bender das Wort und gratulierten zu dem bestandenen Abschluss: „Lasst euch feiern, ihr habt es euch verdient.“ Im Namen der Lehrer und Tutoren spannte Dr. Mirjam Sprenger den Vergleichsbogen zu dem Buch „Liebe in Zeiten der Cholera“ von Gabriel García Márquez. Die selbst gewählte Einsamkeit, die der Autor als Glück beschreibt, sähe in der Realität doch ganz anderes aus, sagte sie. Die Schulzeit habe ein jähes Ende genommen, es habe keine Zeit für Abschied gegeben, Videokonferenzen seien dafür nur ein schwacher Ersatz. Sie wünschte dieser Generation, dass sie die Zukunft aktiv gestalten würde, getreu dem 80er-Slogan „Wir haben die Erde nur von unseren Enkeln geliehen“.

Bei der Zeugnisausgabe ergriff jeder Tutor kurz das Wort, um seine Schüler zu würdigen. Die Feierstunde, die wirklich nur eine Stunde dauern durfte, da im Anschluss der Abschlussgottesdienst stattfand, wurde von der Oberstufenleiterin Dr. Jutta Gregor souverän moderiert. Die Bläsergruppe der Schule umrahmte den Festakt, bei dem auch die Ricarda-Hymne nicht fehlen durfte.

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