2.Platz Der Ricarda-Huch-Schule beim Schülerwettbewerb Faszination Technik 2017

Bildquelle: (privat) – Preisträger Felix Wagner und Fynn Blum mit ihren Lehrern Nadia Rausch und Simon Bothur von der Ricarda-Huch-Schule Giessen.

Unter den Preisträgern des 12. Landeswettbewerbs Faszination Technik des Vereins Deutscher Ingenieure VDI e.V, der vom Hessischen Kultusministerium unterstützt wird, befanden sich in diesem Jahr auch die beiden Schüler Felix Wagner und Fynn Blum der NaWi Klasse 6b der Ricarda-Huch-Schule Giessen. Die beiden Sechstklässler waren als Team angetreten und gewannen mit ihrer Version zur „Mobilität der Zukunft“ unter der Fragestellung „Wie werden Menschen und Waren in 50 Jahren transportiert?“ einen beindruckenden zweiten Platz. Bei dem Wettbewerb, der für die Klassenstufen 6, 7 und 8 ausgeschrieben war, haben insgesamt 480 Kinder aus ganz Hessen teilgenommen. Die beiden entwarfen ein Modell eines „unterirdischen Röhrensystems“ und dürfen sich als Preis passenderweise auf eine Exkursion „unter Tage“ in das Erlebnisbergwerk Merkers freuen. Bei der feierlichen Preisverleihung am 8. Dezember in Hanau lobte Volkmar Roth, Vorsitzender des VDI Landesverbandes Hessen, die von der Jury aus Ingenieuren, Lehrern und Wissenschaftlern, als besonders positiv vermerkte Anschaulichkeit des Modells, das den Anwesenden von den beiden Schülern kurz vorgestellt wurde.

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Betreut wurden die beiden Preisträger von ihren Lehrern Nadia Rausch und Simon Bothur, die regelmäßig Angebote von außerschulischen Partnern in den Profilunterricht „Naturwissenschaften“ in den Klassenstufen 5 und 6 an der RHS einfließen lassen, um die Schülerinnen und Schüler für Naturwissenschaften zu begeistern und zu motivieren. Ziel des NaWi-Unterrichtes ist es dabei, Spaß und Interesse der Schülerinnen und Schüler an Naturwissenschaften zu wecken, durchgängig zu erhalten und zu fördern. Dabei ist das NaWi Konzept der RHS so gestaltet, dass die grundsätzlich zu zweit unterrichtenden NaWi-Lehrer den Schülern zunächst grundlegende naturwissenschaftliche Fertigkeiten, vermitteln und darauf aufbauend aus einer Auswahl an optionalen Themen flexibel wählen können, so dass bei Bedarf die Zeit und die Ressourcen vorhanden sind, spontan oder längerfristig an Projekten und Wettbewerben, wie dem des VDI, teilzunehmen.

Dass dann gleich bei der ersten Teilnahme der Ricarda-Huch-Schule an diesem Wettbewerb ein zweiter Preis herauskommen würde, war eine freudige Überraschung für Felix, Fynn, ihre Lehrer und Eltern, die sie zur Preisverleihung begleiten durften, besonders da unter den 16 Preisträgern nur zwei weitere Sechstklässler waren.

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Volkmar Roth lobte in seinem Grußwort auch das große Engagement aller teilnehmenden Kinder und ihrer Lehrerinnen und Lehrer für diesen Wettbewerb und ganz besonders im MINT-Bereich und überreichte die Preise gemeinsam mit dem stellvertretenden Amtsleiter des Staatlichen Schulamtes für den Main-Kinzig-Kreis Ericht Schleßmann, dem Bürgermeister der Stadt Hanau Axel Weiss-Thiel, sowie dem Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz. Kultusminister Lorz begrüßte alle Schülerinnen und Schüler sowie deren Familien und Lehrkräfte und beglückwünschte sie zu Ihrem Erfolg im Wettbewerb. „Im Land der Dichter und Denker braucht es auch Menschen, die anpacken. Mit eurem Tatendrang seid Ihr auf dem richtigen Weg, denn als Ingenieurinnen und Ingenieure gestaltet Ihr die Welt von morgen! Ich freue mich, heute hier sein und zu dieser beeindruckenden Leistung gratulieren zu dürfen. Ihr habt es geschafft, euch in einem starken Teilnehmerfeld durchzusetzen und die Jury mit wirklich innovativen Ideen zu überzeugen. Im Namen der Hessischen Landesregierung bedanke ich mich daher sehr für euer Engagement und wünsche viel Erfolg bei der Umsetzung der Projekte“, hielt der Minister fest.

Seit 160 Jahren gibt der VDI Verein Deutscher Ingenieure wichtige Impulse für neue Technologien und technische Lösungen für mehr Lebensqualität, eine bessere Umwelt und mehr Wohlstand. Mit rund 155.000 persönlichen Mitgliedern ist der VDI der größte technisch-wissenschaftliche Verein Deutschlands.

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Volkmar Roth und Kultusminister Lorz beglückwünschten zum Abschied noch einmal alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer: „Wir freuen uns sehr, wenn die Lern- und Förderangebote im Bereich der technischen Bildung auf so große Resonanz stoßen. Die Preisträgerinnen und Preisträger verkörpern den Nachwuchs im Bereich der Ingenieurswissenschaften, den wir brauchen, um die Zukunft Deutschlands als Hochtechnologiestandort zu sichern. Unser besonderer Dank gilt daher allen Unterstützerinnen und Unterstützern des Wettbewerbs, die junge Menschen neugierig auf Technik machen und ihnen spannende Einblicke gewähren.“

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Die Weihnachtsrätsel. Es darf wieder geknobelt werden! Stand: 4. Advent!

(Achtung: Datei wird stetig erneuert und erscheint mit neuem Erscheinungsdatum immer wieder oben in der Liste)

Wie jedes Jahr gibt es auch in diesem Jahr wieder die allseits beliebten Weihnachtsrätsel, mit denen wir uns knobelnd die Vorweihnachtszeit versüßen. Es gibt ein Rätsel zum ersten, zweiten, dritten und vierten Advent und wir werden sie hier stetig präsentieren.

Es folgen ein paar einführende Information und dann die Rätsel zum Herunterladen – aber eben immer nur das, das auch dran ist.

Viel Spaß dabei!

Bildschirmfoto 2017-12-05 um 12.59.09Die Informationen

Das Ricarda-Weihnachtsrätsel 2017 (pdf-Datei)

 

Bildschirmfoto 2017-12-05 um 12.59.09Die Rätsel

Raetsel zum vierten Advent 2017 (pdf-Datei)

Rätsel zum dritten Advent 2017 (pdf-Datei)

Rätsel zum zweiten Advent 2017 (pdf-Datei)

Rätsel zum ersten Advent 2017 (pdf-Datei)

 

 

 

Fotowettbewerb zum Thema „Traumwelten“!

Im Rahmen des Kulturschulmottos „Traumwelten“ ist ein Fotowettbewerb angelaufen. Wenn du Schülerin oder Schüler der Ricarda bist, kannst du an diesem teilnehmen. Deiner Fantasie und Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt – außer natürlich das gegebene Thema, dazu sollte es schon was sein.

Einsendeschluss ist der 12.04.2018

Sende dein Foto bis zu diesem Stichtag an die folgende Mail-Adresse oder kläre eine alternative Übermittlung deines Fotos mit den untenstehenden Organisatorinnen des Wettbewerbs ab!

mail_dotMailadresse | Fotowettbewerb.

Gib in deiner Mail bitte auch die folgenden Daten an:

  • deinen Namen
  • deinen Vornamen
  • deine Klasse
  • Titel des Fotos

Bei weiteren Fragen kannst du dich an die Organisatorinnen des Wettbewerbs wenden.

mail_dotFrau Maaß

mail_dotFrau Koetter

Viel Spaß beim Knipsen und viel Erfolg!

 

Schüler der Ricarda gehen auf virtuelle Expedition im Ozean

Schüler/innen der Ricarda-Huch-Schule erforschten die Korallenriffe des Great Barrier Reefs, schwammen mit Schildkröten bei den Galapagos-Inseln und Mantarochen im Komodo National Park, ohne dafür eine Taucherausrüstung anlegen zu müssen. Die teilnehmenden Klassen (NaWi Klassen 5b, 6b, 6d und die Klasse 8b) wurden von ihren Lehrern in „Expeditions“ nicht nur durch die Korallenriffe geführt, sie konnten auch mal eben schnell zum Mond reisen oder in den menschlichen Körper eintauchen, um sich das Herz genauer anzuschauen.

Möglich wurde dies durch eine virtuelle Klassenreise mittels VR (Virtuelle Realität) Brillen. Die sogenannten „Cardboards“ von Google lassen Personen an Orte reisen, die sie sonst gar nicht oder nur schwer erreichen könnten. Die „Expeditions“ sind sphä­rische Fotos von Sehenswürdigkeiten, Naturphänomenen oder Ausstellungsräumen, die mit einer VR-Brille betrachtet werden können. Jeder Teilnehmer hat die Bilder direkt vor Augen, was den Lernprozess zu einem Erfahren und Erleben werden lässt.

Mitgebracht und zur Verfügung gestellt wurden die VR Brillen von Google. Herr Peter Henning, Mitarbeiter bei Google, instruierte die jeweiligen Fachlehrer Frau Rausch, Frau Beck, Herr Leidecker, Herr Benner und Herr Bothur, so dass diese in wenigen Minuten die Expeditionen führen konnten.

Google bietet weit über 600 dieser „Expeditions“ an, die über den Blutkreislauf, das Atmungs­system, Expeditionen zum Mond oder in die Ozeane z.B. auch einen Besuch im Senckenberg Museum zulassen. Diese Expeditionen werden von der Lehrkraft angeleitet, die dann als Guide auf die wichtigsten Dinge aufmerksam machen kann und weitere Informationen zu den Bildern liefert. Die Expedition lässt sich für Fragen schnell unterbrechen, so dass mit den Schülern über Inhalte und ihre Eindrücke gesprochen werden kann. Zusammenhänge können auf diese Weise vertieft erlernt werden. Dabei hebt Google hervor, dass das Medium VR Brille als didaktisches Werkzeug für die Vermitt­lung von Bildungsinhalten dient und nicht nur um seiner selbst willen genutzt wird. Es sollte dabei nicht nur darum gehen, neue Technologien völlig unreflektiert in den Vordergrund zu stellen und aktuellen Trends zu folgen, sondern um die Wahl der geeigneten Inhalte, Methoden und Hilfsmittel. VR-Brillen bieten hier eine kostengünstige Möglichkeit die Schüler zu motivieren, Inhalte zu veranschaulichen und neue Lernwege zu erschließen.

Weitere „Ausflüge“ der Schüler sind geplant.

Sport LK zu Besuch in der Sportwissenschaft der JLU

Wie läuft eine Leistungsdiagnostik im sportwissenschaftlichen Institut der Justus-Liebig-Universität ab? Eine Antwort bekamen die Schüler der Ricarda-Huch-Schule von Dr. Christian Pilat, der exemplarisch mit den Schülern eine Diagnostik durchführte und besprach.

Ob Handballer, Basketballer, Fußballer oder Individualsportler, im Landkreis gibt es viele Spitzensportler, die auf eine professionelle Leistungsdiagnostik nicht verzichten können. Denn diese gibt zum einen Aussage über den aktuellen Leistungsstand, zum anderen dient sie als Voraussetzung für die Frage, wie das persönliche Training erfolgsversprechen angepasst werden muss.

Dr. Pilat hob im anschließenden Gespräch hervor, welchen Stellenwert der Sport heutzutage in der Gesellschaft hat, vor allen Dingen zur Gesunderhaltung unseres Körpers. Bewegungsmangel ist dabei ein großer Risikofaktor, den Dr. Pilat zusammenfassend beschrieb als „Sitzen ist das neue Rauchen“. Daher würden zukünftig vermehrt Sportwissenschaftler gesucht werden, die sich im Bereich Gesundheit und Bewegung auskennen und einen universitären Abschluss besitzen.

Anschließend nahm der Sport LK noch an der Vorlesung „Anatomische und physiologische Grundlagen der Sportmedizin“ teil, in der die Schüler einen Einblick in das Zentrale und Periphere Nervensystem des Menschen bekamen.

Die Ricarda hat gewählt …

… und zwar die Schülervertretung.

Mit 613 Stimmen wurden als Schulsprecher das Team „Max Helt und Tim Groll“ vor dem Team „Alina Schön und Karina Schwabenland“ gewählt, die auf insgesamt 525 Stimmen gekommen sind.

Oberstufensprecherinnen sind mit 315 Stimmen Marie-Inés Schneider und Helena Ikemann.

Die Mittelstufensprecherinnen sind Aylin Albayrak und Klaudia Kruschek mit 263 Stimmen vor Silas Ried und Thomas Quast mit insgesamt 235 Stimmen.

In der Orientierungsstufe konnte sich das Team Bartu-Tan Soylu und Nicolas Ceglarek mit 112 Stimmen gegenüber ihren Mitbewerbern Narin Özalp und Ilayda Öngün (31 Stimmen), Sophie Schröder und Maya Koepke (36 Stimmen) und Ola Adnan Sabah und Emily Panz (39 Stimmen) durchsetzen.

Wir gratulieren allen gewählten Vertretern zu ihrem Wahlerfolg und wünschen eine erfolgreiche Amtszeit.

Johanna Abramczik & Olaf Dinkela
die Verbindungslehrer

… und die Vorsitzenden des Schulelternbeirats

Als neue Vorsitzende wurde in der Elternbeiratssitzung vom 28.11.2017 Frau Carol Lynn Stecken- sowie als ihre Vertreterin Frau Astrid Bender gewählt.

Auch Ihnen gratulieren wir recht herzlich.

 

Tag der Offenen Tür – Die Impressionen

Kleiner Nachbericht:

Offene Türen im Jugendstil

Am Freitag, den 24.11.2017 hat die Ricarda-Huch-Schulen in Gießen ihre Jugendstilpforten geöffnet, um ihrer Schulgemeinde und denen, die mit den Gedanken spielen, ein Teil von ihr zu werden, zu zeigen, was die „Ricarda“ im und um den Unterricht herum so alles auf die Beine stellt. In ihrem Profil zeigt sich die KulturSchule nicht nur den Künsten zugewandt, sie hat zudem sportliche Schwerpunkte, ist „MINT-freundlich“ und interkulturell orientiert, was in zahlreichen Projekten zur Erinnerungskultur Ausdruck findet. In all diesen Bereichen gab es am Tag der Offenen Tür der kooperativen Gesamtschule eine ganze Menge zu sehen. Musikproduktionen wie etwa das Latein-Musical, zahlreiche Theateraufführungen in der Aula der Schule, Einblicke in den Theaterunterricht der Profilklassen der Orientierungsstufenkinder gab es, Kinder portraitierten ihre Eltern oder schminkten die jüngsten Besucher, der Leistungskurs Chemie hat Bier gebraut, die Robotik-AG ihre Legorobotor vor knifflige Aufgaben gestellt und die grüne Insel Irland ließ tänzerisch grüßen. Sechstklässler stellten vor, wie Menschen mit Behinderungen ihren Alltag bewältigen und im Projekt „Gesicht zeigen“ bewiesen die Besucher Zivilcourage. Einblicke in die Austauschprogramme der Ricarda gab es, von den USA bis nach Israel, Informationen zu Studienfahrten, mannigfaltige Projekteinsichten, zu Vulkanen, unsichtbaren Welten, Darstellungen und Ausstellungen von indischen Tänzen, Traumschiffen und Selbstportraits, dem eindrucksvollen Schrank der drei monotheistischen Weltreligionen, der ein integraler Bestandteil des so genannten „Trialogs der Kulturen“ an der Ricarda ist und so vieles mehr. Daneben gab es auch viele sportliche Angebote – die Schulsporthalle wurde zum Fitnessstudio oder zu Bewegungslandschaften für Groß und Klein umfunktioniert. Aufgeklärt wurde zudem über die vielfältigen Profilangebote der Schule, Angebote wie das Methodenlernen, die Berufsorientierung, die unterschiedlichen Schulstufen. Am Ende war es ein sehr informativer, bunter und auch nahrhafter Nachmittag an der Ricarda, denn auch für das leibliche Wohl haben die Schülerinnen und Schüler mit ihren Ständen und kleinen eingerichteten Cafés vorbildlich gesorgt.

Kleiner Aufruf

Wenn ihr am Tag der Offenen Tür Spitzenbilder gemacht habt, schickt sie in die Ricarda-Redaktion und wir werden sie hier sammeln. Lasst nicht zu, dass euer Projekt hier nicht abgebildet ist! Ich habe vorerst nur Bilder, die ich gemacht habe, doch dies sind nicht so viele, da ich recht eingebunden war.

Schickt mir eure Bilder!!

Gruß Olaf Dinkela

Theater2
Die Theaterklasse in Aktion

Kunstklasse5er-Profilklasse Kunst

 

Aktivklasse
5er-Aktivklasse

 

Europaklasse
5er-Profilklasse Europa

 

Robotik AG

Robotik-AG – LEGO MindStorm-Projekt

…. mehr davon!!

 

SV-Wahlen

Was lange währt, wird hoffentlich gut. Die Organisation der Wahlen standen eine gewisse Zeit unter einem schlechten Stern, nun werden sie aber doch noch durchgeführt. Was die Kandidaten betrifft, so hätten es ruhig noch ein paar mehr sein können. Aber wir wollen nicht undankbar sein – es sind die, die es sind und es gibt auf jeden Fall eine Auswahl (fast immer 😉 ).

Wir führen die Wahl am Dienstag, den 28.11.2017 durch; so werden wir noch vor unserer künftigen Kanzlerin eine regierungsfähige Truppe zusammenhaben.

Die Wahlen sollen in der SV-Stunde durchgeführt werden. Informationen zur Organisation erhalten die Klassen und Kurse von ihren Lehrerinnen und Lehrern.

FACHTAGUNG mit namhaften Schriftstellern

Fünf namhafte Schriftsteller unterrichten Lehrer aus ganz Hessen in der Kunst des Schreibens

Quelle: Aus dem Gießener Anzeiger vom 17.11.2017
Bildquelle: Olaf Dinkela

RAUISCHHOLZHAUSEN – Literatur ist in den Schulen eine Sache für den Deutschunterricht – aber nicht nur. Es gibt auch andere Formen, um dem Nachwuchs anspruchsvolle Texte schmackhaft zu machen. Zu diesem Thema kamen gestern auf Einladung des Hessischen Kultusministeriums fünf namhafte Schriftsteller ins Schloss Rauischholzhausen, um gemeinsam mit rund 80 Lehrern aus ganz Hessen in einer „Schreibwerkstatt“ zu arbeiten – auch eine Schule aus Gießen war dabei.

In einem waren sich alle Beteiligten des gestrigen Workshops einig: Literatur ist eine immens wichtige Sache. Sie fördert die Kreativität der jungen Leser, vermittelt ihnen Impulse, sich auf Neues einzulassen und verhilft ihnen dazu, das stromlinienförmige, das „lineare Denken“ aufzubrechen, wie Dr. Erika Schellenberger-Dederich sagt. Die Marburgerin leitet das Büro Kulturelle Bildung beim Hessischen Kultusministerium und hat vor fünf Jahren das „Projekt SchreibKunst“ initiiert. Was auf regionaler Ebene begann, ist aufgrund der Nachfrage vor zwei Jahren auf ganz Hessen ausgedehnt worden. Nun lud sie die renommierten, allesamt mit Preisen dekorierten Schriftsteller Eva Demski, Silke Scheuermann, Sherko Fatah, Dominik Macri und Dalibor Markovic in das schöne Schloss Rauischholzhausen ein, um den teilnehmenden Lehrern in fünf zur Wahl stehenden Workshops die Themen Lyrik, Drama, Prosa und Poetry Slam näherzubringen.

Gleichzeitig ging es bei diesem Fachtag darum, das Netzwerk enger zu knüpfen und Anregungen zu geben, um in den Schulen neue kreative Formate zu entwickeln. Denn die bestehen nicht allein darin, dem Nachwuchs literarische Klassiker als quälende Lektürehausaufgabe abzufordern. Schulen können über die Plattform des Ministeriums Schriftsteller in den Unterricht einladen sowie Diskussionsrunden, Workshops und Schreibwerkstätten anbieten, in denen sich die Jugendlichen selber ausprobieren können. „Nicht für jede Schule ist das gleiche Programm geeignet“, sagt Erika Schellenberger-Dederich aus Erfahrung. „Die einen reißen sich um prominente Namen, die anderen können mit diesen Gästen dagegen überhaupt nichts anfangen.“

Dominik Macri und Dalibor Markovic etwa, die gemeinsam den Titel der internationalen deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften 2014 errungen haben, bieten mit ihrer so ausgefeilten wie gewitzten Sprachkunst ein Programm, das Jugendliche auf direkte Art erreicht. Nahe am Rap, schleudern sie sich auch bei Auftritten in Klassenzimmern ihre Verse gegenseitig an den Kopf, schnell, überraschend und originell. Mit einer Kostprobe ihrer Reimkunst wussten sie gestern die Teilnehmer des Fachtags zu beeindrucken.

Das Duo war vor zwei Wochen auch in der Gießener Ricarda-Huch-Schule zu Gast, eine Lehranstalt, die wegen ihrer Aktivitäten von der Organisatorin mit besonderem Lob bedacht wurde. Von dort kamen gestern gleich vier Lehrer in das Schloss, um sich neue Anregungen zu holen. Für sie ist das kreative Schreiben eine ganz andere Art des Arbeitens, eine „bewertungsfreie Zone, die den Interessen der Schüler gerecht wird“, wie Olaf Dinkela sagt. Und seine Kollegin Andrea Maaß ergänzt, dass sich ihre Schüler aus eigenem Antrieb dazu entschlossen haben, eine gemeinsam mit einer Frankfurter Schule initiierte Schreibwerkstatt nach deren Auslaufen fortzuführen.

Slammer in der Schule

All der weitverbreiteten elektronischen Kurzform-Kommunikation zum Trotz: Muss man sich also um die Sprachkompetenz der hessischen Schüler tatsächlich keine Sorgen machen? Die vielfach ausgezeichnete Frankfurterin Eva Demski (73), Schirmherrin des Programms „SchreibKunst“, hat dazu auch durchaus einige kritische Worte parat. Ihr missfällt vor allem, wie wenig die Kunst des geschliffenen Redens geschätzt werde. Ja, im Gegenteil: Menschen, die sich gewählt ausdrücken können, würden eher der Schaumschlägerei verdächtigt. „Ich wünsche mir, das Sprache wieder zu einem ernstgenommenen Spielzeug gemacht wird.“

Tag der Offenen Tür an der Ricarda

Am 24.11.2017 findet von 14:00 – 17:30 Uhr an der Ricarda ihr alljähriger Tag der Offenen Tür statt. In allen Gebäuden der Kooperativen Gesamtschule mit Jugendstil, Gymnasialer Oberstufe und Orientierungsstufe im Herzen der Universitätsstadt Gießen finden Projektschauen, Veranstaltungen und Aufführungen statt. Natürlich wird auch für das leibliche Wohl gesorgt sein. In der Cafeteria der Ricarda gibt es Kaffee, Kuchen und Herzhaftes- da ist für jeden was dabei.

Alle, die sich also mit der Ricarda verbunden fühlen, die sich über unsere Schule informieren wollen, die einen bunten Nachmittag an unserer quirligen KulturSchule verleben wollen, sind herzlich eingeladen.