"Lass dich nicht K.O.-tropfen!"

+++ UPDATE 12.02.2020 +++

TERMINÄNDERUNG – Das Sturmtief „Sabine“ hat den Aktionstag „KO-Tropfen“ auf den 26.02.2020 gepustet!

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Ein Präventionsprojekt an der Ricarda-Huch-Schule

Das Thema „K.O-Tropfen“ löst bei vielen Menschen, die Betroffene kennen oder in den Medien davon hören und lesen, Unsicherheit und Angst aus. Andererseits ist das Thema sehr diffus. Viele können sich nicht vorstellen, dass sie selbst betroffen sein könnten. 

Es gibt in Discotheken, auf Volksfesten oder Partys immer wieder Vorfälle mit „K.O-Tropfen“ – aber nur wenige gelangen an die Öffentlichkeit bzw. werden angezeigt.

Der Grund hierfür sind die Situationen, die die Täter nutzen, um anderen „K.O-Tropfen“ zu „verabreichen“: Da oft Alkohol im Spiel ist, führen manche Opfer einen „Blackout“ auf den  Alkoholkonsum zurück. Wenn darüber hinaus die in der Hauptsache betroffenen Mädchen und Frauen beraubt bzw. sexuell belästigt oder missbraucht wurden, schämen sich viele und schweigen über die Vorfälle.

Um Jugendliche über das Thema „K.O-Tropfen“ aufzuklären und zu sensibilisieren, hat die Ricarda-Huch-Schule mit Unterstützung der kommunalen Präventionsarbeit der Stadt Gießen am 10.2.2020 eine Aktion in allen Klassen der Jahrgangsstufen 8-13 durchgeführt.

Dazu entwickelten Nadia Rausch (Beratungslehrkraft Suchtprävention) und Frank Unger (Schulsozialarbeiter) einen Quiz-Bogen, der von den Schüler*innen ausgefüllt und später im Klassenverband besprochen wurde. 

Die inhaltlichen Schwerpunkte waren die Wirkungsweise, die Gefahren und ein gutes (vorbeugendes) Verhalten:

Der Begriff „K.O-Tropfen“ wird für verschiedene Substanzen mit betäubender Wirkung verwendet. Da die Substanzen in geringen Dosen entspannend, enthemmend und sexuell stimulierend wirken, werden sie unter dem Namen „Liquid Ectasy“ auch als Partydroge benutzt. Das ist sehr gefährlich, weil die Substanzen physisch und psychisch sehr stark abhängig machen und schwer zu dosieren sind.

Wenn jemand einer anderen Person „K.O-Tropfen“ verabreicht, ist das eine Straftat (Körperverletzung), der manchmal noch andere Straftaten folgen.

Wenn jemand den Verdacht hat, dass ihr/ihm jemand „K.O-Tropfen“ verabreicht hat, sollte sie/er sofort die Polizei einschalten oder sich in der Notaufnahme im Krankenhaus melden – auch wenn es vielleicht peinlich ist. Denn die Substanzen sind nur ca. 6 Stunden im Blut und ca. 12 Stunden im Urin nachzuweisen.

Vorbeugend ist geboten, Getränke auf Veranstaltungen nicht offen und unbeaufsichtigt stehen zu lassen bzw. sollten keine offenen Getränke von unbekannten oder wenig vertrauenswürdigen Leuten angenommen werden. 

Und – das gilt auch für viele andere Bereiche: Freund*innen sollten aufeinander acht geben!

Auf dem anonym ausgefüllten Quiz-Bögen hatten die Schüler*innen außerdem die Möglichkeit, anzugeben, ob sie schon mit „K.O-Tropfen“ in Berührung gekommen sind und ob sie sich eine Vertiefung des Themas wünschen. So können bei Bedarf weitere Aktionen angeschlossen werden.

Die Plakate zur Aktion sowie Info-Karten für die Schüler*innen wurden von der Stadt Gießen zur Verfügung gestellt und von Stadträtin Astrid Eibelshäuser (Präventionsrat) und Eva Salzmann (Ordnungsamt, Koordinatorin des Projektes „Lass Dich nicht K.O.-Tropfen“) im Vorfeld übergeben. Darüber hinaus besteht das Angebot Frau Salzmann und Frau Suppmann (Jugendkoordinatorin Polizeipräsidium Mittelhessen) für mögliche weitere Aktionen einzuladen.

BILD (od) v.l.n.r.

Nadia Rausch (RHS, Koordinatorin Suchtprävention)
Eva Salzmann (Ordnungsamt, Koordinatorin des Projektes „Lass Dich nicht K.O.-Tropfen“)
Astrid Eibelshäuser (Stadträtin, Präventionsrat)
Peer Güßfeld (Schulleiter der Ricarda)
Frank Unger (Schulsozialarbeiter an der Ricarda)

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