Einmal Apfelschorle bitte – der Gegenbesuch der Franzosen in Deutschland

Austausch zwischen der Ricarda-Huch-Schule und dem Collège Louis Braille (Esbly, Frankreich)

Nachdem im März die Französischaustausch-AG der Jahrgangsstufe 8 der Ricarda-Huch Schule eine Woche lang in Esbly am Collège Louis Braille verbracht hatte, kamen nun Ende Mai die französischen SchülerInnen zu einem Gegenbesuch nach Gießen. Dies ist nichts Neues: Schon seit 21 Jahren besuchen sich die Schulen regelmäßig zweimal im Jahr und pflegen somit eine lange Tradition der deutsch-französischen Freundschaft. In diesem Jahr fand er auf deutscher Seite erstmalig unter der Leitung von Laura Strasilla statt.  Die Freude war groß, als die 15 Gießener SchülerInnen, darunter 10 des Gymnasial- und 5 des Realschulzweigs, ihre AustauschpartnerInnen am 22.05.2019 am Gießener Bahnhof in Empfang nehmen durften. Neben einem vielfältigen und erlebnisreichen kulturellen Programm konnten die französischen SchülerInnen die regionalen Besonderheiten von Gießen kennenlernen und den Kontakt zu ihren AustauspartnerInnen sowie ihre Sprachkenntnisse vertiefen. Natürlich erhielten die französischen SchülerInnen auch ausreichend Zeit, um die Ricarda-Huch-Schule mit Hilfe einer von SchülerInnen erstellten Rallye selbst zu erkunden. Dies und der Besuch des regulären Unterrichts ließ die französischen SchülerInnen zu dem freudigen Schluss kommen, dass das deutsche Schulsystem in vielerlei Hinsicht lockerer und freier sei als das französische. Eine weitere Überraschung gab es außerdem im kulinarischen Bereich: Beim Verköstigen des bereits aus dem Deutschunterricht bekannten Getränks „Apfelschorle“ kamen die Franzosen auf den Geschmack. Dieses gibt es für gewöhnlich nicht in Frankreich und durfte fortan bei keinem Ausflug fehlen. Verschiedenheiten wurden auch auf Seiten der deutschen Schülerschaft wahrgenommen. Die Schülerin Tiara Roth äußerte zu den Unterschieden zwischen den beiden Kulturen: „Die Franzosen essen sehr spät, meistens gegen 21 Uhr. Die Schule beginnt erst um 8:50 Uhr und geht bis 16/17 Uhr. In der Schule müssen sie beim Rein- und Rausgehen ihr Heft vorzeigen“.

Die gemeinsamen Unternehmungen stießen auf Anklang. Bei Aktivitäten wie einem gemeinsamen Schwarzlicht-Minigolf Turnier und einer damit verbundenen Erkundungstour durch Herborn, einer Märchenführung auf den Spuren der Gebrüder-Grimm in Marburg sowie dem Besuch des Mathematikums und einer Schatzsuche durch Gießen mussten die SchülerInnen immer wieder ihre Sprachkenntnisse auf Französisch, Deutsch und Englisch unter Beweis stellen; auch Hände und Füße wurden nicht selten zur Verständigung herangezogen. Der Schüler Justin Hilscher (8c) sagte nach der Verabschiedung: „Am besten hat mir gefallen, dass man Kontakte, Kulturen, Orte und Familien kennengelernt hat.“ Aber nicht nur Kontakte mit SchülerInnen der anderen Seite des Rheins wurden geknüpft: Auch neue Freundschaften innerhalb der kooperativen Gesamtschule sind entstanden: Cleo Skopko (8b): „Mir haben die vielen Ausflüge sehr gefallen, durch die wir viele neue Freunde gefunden haben und eine tolle Gemeinschaft geworden sind“. Mit großer Spannung fiebern die SchülerInnen nun den Sommerferien entgegen: Dann werden sich einige Gastfamilien treffen, damit sich die AustauschschülerInnen wiedersehen können.

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