„Freifahrtschein für das Leben“

Aus der Gießener Allgemeinen vom 23.06.2017 | Jan Sommerlad
Bild: Schulleiter Werner Nissel (r.) ehrt die Jahrgangsbesten (v. l.): Luisa Stein, Ursula Kniese, Rika Schulz, Sophie Bender, Inga Junker, Jannis Boldt, Carolin Kania, Isabel Jung und Vida Majatorovic. (Quelle: lad)

»Abi Looking for Freedom« lautete das Motto des diesjährigen Abiturjahrgangs der Ricarda-Huch-Schule, natürlich als Referenz an den Hit von David Hasselhoff aus dem Jahr 1989. »Das Motto ist auf uns aber eigentlich gar nicht so zutreffend«, sagte Simon Hennig, der die Abiturientenrede hielt: »Denn in dem Lied geht es um einen jungen Mann, dem etwas fehlt und der es nicht bekommt. Das ist bei uns anders: Das Abitur gibt uns die Möglichkeiten und die Freiheiten, unser Leben in die Hand zu nehmen. Es ist nicht bloß ein Zettel mit Zahlen und Unterschriften, sondern ein Freifahrtschein für das Leben.«

Dafür erhielt er von seinen Mitabiturienten und den anwesenden Lehrern, Eltern und Verwandten bei der Zeugnisverleihung in der Aula der Justus-Liebig-Universität großen Applaus – ebenso wie für seine Hochrechnung, dass jeder Schüler in den 13 Jahren etwa 15 808 Zeitstunden lang auf diesen Tag hingearbeitet habe. Er selbst war einer der insgesamt 136 Schüler, die ihr Abitur in diesem Jahr an der RHS bestanden haben, der Jahrgangsschnitt lag bei 2,49.

Natürlich durfte zu diesem Anlass die Rede von Schulleiter Werner Nissel nicht fehlen, in der er seinen Abiturienten herzlich gratulierte und ihnen viel Glück für die Zukunft wünschte: »Ihr befindet Euch jetzt an einem entscheidenden Wendepunkt, der wohlüberlegt sein muss, begleitet von einem Gefühl des Triumphs. Um es in Euren Worten zu sagen: Ihr seid okay. Ihr seid ein wirklich netter Schülerjahrgang, jeder wird seinen Weg gehen. Geht diesen Weg selbstbewusst, aber ruhig auch eckig und kantig und helft, die Lebensumstände für alle zu verbessern. Joachim Gauck sagte 2013: Europa – Vertrauen erneuern und Verbindlichkeiten verstärken. Das ist meine letzte Hausaufgabe für Euch«, sagte Nissel.

Mit einer Flugmetapher, bei der die Schüler Reisegäste der Gesellschaft RHS waren, verabschiedete Tutorenredner Eckhard Pfeffer die Abiturienten sehr kurzweilig. Mit Blick auf die Zukunft sagte er: »Ihr werdet Euch fragen: Hört das mit den Herausforderungen nie auf? Darauf ein entschiedenes Vielleicht. Es wird nur anders. Wichtig ist Hartnäckigkeit, aber auch Mut zum Wandel.« Anschließend überreichte »Pilot« Nissel den Schülern aus den zehn Tutorenkursen die »Flugunterlagen«, sprich die Zeugnisse.

Für einen großartigen musikalischen Rahmen sorgte außerdem die »Songwerkstatt« unter der Leitung von Christa Lissel. Vor allem für die von den Schülern selbst arrangierte Performance des Queen-Hits »The Show Must Go On« erhielt die Gruppe Standing Ovations und tosenden Beifall.

Einige der Schüler aus den zehn verschiedenen Tutorenkursen durften außer für die Übergabe der Zeugnisse noch ein weiteres Mal für besondere Ehrungen auf die Bühne. So schaffte Luisa Stein eine Punktlandung mit der perfekten Abschlussnote 1,0, während Rika Schulz für ihre 1,2 ausgezeichnet wurde. Mit 1,3 schlossen Sophie Bender und Inga Junker ihre Abiturprüfungen ab, und mit 1,4 erlangten Jannis Boldt, Isabel Jung, Carolin Kania, Ursula Kniese und Vida Majatorovic ihre Hochschulreife.

Im Bereich MINT wurde Inga Junker von der Mathematikervereinigung ausgezeichnet, während Jannis Boldt von der deutschen Chemikervereinigung geehrt wurde. Auszeichnungen in Physik gingen an Julia Töws, Isabel Jung und »Dauerbühnengast« Boldt.

 

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