Schulgarten der Gießener Ricarda-Huch-Schule soll wieder flott gemacht werden

Aus dem Gießener Anzeiger vom 09.12.2016
Bildquelle: Scholz

GIESSEN – (olz). Der Schulgarten der Ricarda-Huch-Schule wird bis heute genutzt und ist einer der ältesten seiner Art in Hessen. Um den Garten, den die Schule 1907 von der Stadt erhielt, wieder richtig flott zu machen, hat sich jetzt eine große Gruppe unterschiedlicher Akteure zusammengetan. In einer gemeinsamen Aktion legen Gesellschaft für Integration, Jugend und Berufsbildung gGmbH (IJB), Institut für Biologiedidaktik der Justus-Liebig-Universität, Lokale Agenda 21 und die Schule gemeinsam Hand an den Garten. „Wir wollen den Garten als Erfahrungsort für Schüler noch nutzbarer machen“, sagte Schulleiter Werner Nissel am Donnerstag.

Ortstermin im Schulgarten in der Dammstraße: Am Rande des Schulhofes hat sich ein gärtnerisches Kleinod erhalten, das wie ein Überbleibsel aus den Tagen der legendären „Gartenstadt“ wirkt. Winterliches Weiß überdeckt die Beete, dennoch ist sehr deutlich zu erkennen, dass der Ort besonders ist. Denn unter der dünnen Schneeschicht blickt der eine oder andere Grenzstein hervor, der sein Alter nicht verbirgt. Lange ist der Bereich schon im Besitz der Ricarda-Huch-Schule, die ihn bei der Einweihung des Hauptgebäudes im Jahr 1907 von der Stadt überlassen bekam. Davor war der Bereich als „Ploch’scher Garten“ bekannt.

Für die Schule hat der Garten bis heute große Bedeutung, erläuterte Nissel bei einem Treffen der Partner vor Ort. Der Leiter erinnerte daran, dass der Schulgarten im kommenden Jahr 110-jähriges Jubiläum hat und dass sich unter anderem die Unterteilung der Beete noch in originalen Zustand befindet. Er freue sich sehr, dass sich nun ein derart großes Netzwerk zusammengefunden habe, um den Garten gemeinsam voranzubringen, betonte Nissel. Als Erfahrungsort für Schüler sei er wichtig. Denn anders als dies in früheren Jahren noch der Fall war, machten sie heute in der Regel keine Erfahrungen mehr mit klassischen Nutzgärten.

Silvia Lange, Schulelternbeiratsvorsitzende und Teilnehmerin der Lokalen Agenda 21, verwies darauf, dass die Agenda im kommenden Jahr den „Tag der offenen Pforte“ in dem Schulgarten abhalten und dies mit einem großen Schulfest verbinden wolle. Das Projekt sei ein gutes Beispiel dafür, wie sich Akteure in der Stadt zusammentun, um gemeinsam etwas zum Laufen zu bringen, freute sich Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich. „Für uns ist das ein gefundenes Fressen“, erklärte Dr. Gundula Zubke vom Institut für Biologiedidaktik der JLU. Die Zusammenarbeit sei ein gutes Beispiel dafür, wie man sich eine zeitgemäße Lehrerausbildung vorstelle.

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